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Meine Entwicklung zum "Wattebauschwerfer"

Wie wird man als ehemaliger Trainer in einem Schäferhund-Verein zum Wattebauschwerfer?

Wenn die Erklärung doch nur so einfach wäre…

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Ich bin in dem Glauben groß geworden, ich stehe in der Rangordnung ganz oben und der Hund hat zu parieren.

Das scharfe Nein war das Wort, das ich zu Beginn jeder Hundeausbildung am häufigsten verwendet habe. Hat der Hund nicht gehorcht, gab es einen kräftigen Ruck am Stachelhalsband oder auch mal einen Tritt in den Hintern. Später gab es dann bei den Hunden, die gar nicht hören wollten oder sogar aggressiv wurden, auch das Reizstromgerät.

Ich habe diese Methoden auch nie in Frage gestellt. Warum sollte ich auch? Ich wusste es nicht besser. Das Training mit Strafe hat (leider) funktioniert. Und zum damaligen Zeitpunkt hat auch niemand darüber nachgedacht, warum es funktionierte und welche Auswirkungen das auf den Hund hat. Durch den Erfolg war ich auf diese Art des Trainings konditioniert.

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Ein Plädoyer für das "auf den Arm nehmen"

Als mein Hund Oskar noch ein Welpe war, habe ich einmal die Dauer eines Spazierganges unterschätzt. Für ihn war der noch viel zu lang, er war müde und überreizt und wurde allmählich quengelig. Als uns ein – durchaus freundlich wirkender – weißer Schäferhund entgegenkam, war daher eines völlig klar: Wenn er den jetzt kennen lernt und womöglich noch ein bisschen mit ihm tobt, dann kann ich hinterher gucken, wie ich einen völlig überdrehten Aussie nach Hause und zur Ruhe bringe. Also hab ich ihn kurzerhand auf den Arm genommen.
Die Besitzerin des anderen Hundes sprach daraufhin mit einem donnernden Bühnenflüstern zu ihrer Begleitung: „Das ist das Fal!sches!te, was man überhaupt machen kann!“. Mit Ausrufezeichen hinter jeder einzelnen Silbe, ungelogen!
Bei einem unserer nächsten Spaziergänge war Oskar zwar ausgeruht und unternehmungslustig, der erwachsene Labrador, der wie ein D-Zug auf ihn zugedonnert kam, war ihm allerdings dennoch unheimlich. Also habe ich ihn hochgenommen. Ich habe gewartet, bis der andere Hund bei uns war und mich kurz beschnuppert hatte. Nachdem Oskar den nunmehr sehr viel ruhigeren Hund kurz beäugt hatte, fand er ihn auch nicht mehr gruselig und also habe ich ihn abgesetzt. Die beiden Hunde hatten dann auch eine nette, entspannte Begegnung.
Herrchen und ich nicht ganz so: „Das wird mal ein Angstbeißer!“ teilte der Besitzer des Labradors mir mit. Und er flüsterte nicht … eher im Gegenteil.

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Die wilden 5 Minuten

„ … und dann flippt er plötzlich völlig aus: Rast im Kreis herum, kläfft, springt an mir hoch, beißt in meine Jacke … Was kann ich dagegen tun?“

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Rühr mich nicht an….

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Ich habe als Pflegestelle und Adoptantin von Tierschutzhunden immer wieder selbst mit Hunden zusammen gelebt, die sich gar nicht oder nur ungern haben anfassen lassen. Auch als Trainerin begegnen mir immer wieder solche Hunde.

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Haie im Pelz

Wenn Welpen beißen

„Er beißt mir in die Hände, wenn ich mit ihm spielen oder kuscheln will! Er beißt mir in die Nase, wenn ich ihn auf dem Arm trage! Er beißt in meine Waden, wenn ich durch die Wohnung gehe!“
Was frischgebackene Welpenbesitzer schier zur Verzweiflung treiben kann, ist zunächst einmal ganz normales Welpenverhalten: Hundekinder erkunden, weil sie ja keine Hände haben, die Welt mit dem Mund. Und mit ihren Zähnen.
Außerdem spielen sie gerne und dazu gehören auch Raufspiele.
Dass der andere das nicht immer lustig findet und sie uns Menschen dabei wehtun, wenn sie zu wild sind, müssen sie erst lernen.

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